Kirstin Linck ist nominiert für die Wahl zur/ zum niedersächsischen Behindertensportler:in des Jahres. Die Abstimmung ist offen für alle Menschen in Niedersachsen und läuft ab dem 10. Februar 2023. In Kürze gibt es den Abstimmungslink hier auf der Website.


Nationale Blindentennis-Meisterschaften

-Vizemeisterschaft geht erneut nach Lüneburg -

 

In Löhne wurden vom 2. - 4. Dezember die Nationalen Blindentennis-Meisterschaften 2022 ausgetragen. Spieler:innen aus ganz Deutschland kämpften um die Titel in den Klassifizierungen B1 bis B3. 

Wie im Vorjahr erspielte sich Kirstin Linck vom THC Lüneburg die Vizemeisterschaft in der Klasse B1 Damen. Siegerin wurde die 5-malige Deutsche Meisterin Bianka Gräming vom TC Ludwigsfelde.

 

Marc-Rene Walter hat mit seinem Team vom Löhner TC Rot-Weiß erneut perfekt das nationale Turnierhighlight durchgeführt.

Die Wettkämpfe wurden an zwei Turnierstandorten ausgetragen. In der Turnhalle des Löhner Gymnasiums entstanden durch kleben taktiler Linien und das Aufstellen mobiler Netze drei Tennisplätze für die Spieler:innen der Startklasse B1, die als vollblind gelten und dies auch durch Tragen einer Dunkelmaske im Wettkampf garantieren.  Die Finals wurden per Audiokommentar sehbehinderten Zuschauer*innen live vor Ort und in einem Online-Stream zugänglich gemacht.

 

In der benachbarten Tennishalle spielten die Starter:innen der eingeschränkt sehfähigen Kategorien B2, B3. Die Regeln sind jeweils leicht modifiziert und unterscheiden sich in der Feldgröße und der maximal erlaubten Anzahl an Ball-Aufsprüngen von den Vollblinden. Auch hier wird auf Courts mit taktilen Linien und mit dem rasselnden Schaumstoffball gespielt.

 

Blindentennis wird in Deutschland seit 2016 gespielt. Die Entwicklung ist absolut beeindruckend. Bei den fünften Nationalen Meisterschaften zeigt sich, dass die Spieler:innen immer stärker werden und die deutsche Blindentennis-Szene weiter wächst. Es gibt immer mehr Ballwechsel und es entwickeln sich Deutschlandweit neue Standorte, an denen Blindentennis angeboten wird. Die nationalen Sieger:innen haben ein Niveau erreicht, mit dem sie sich bei den in 2023 in Birmingham stattfindenden Weltmeisterschaften nicht zu verstecken brauchen.

 


Der Hanse-Cup vom 19.-21. August 2022, das erste Blindentennisturnier auf Sand, war für alle Teilnehmenden und den ausrichtenden THC Lüneburg ein spannendes und erfolgreiches Turniererlebnis.
Mit 9 Teilnehmenden aus Hamburg, Lüneburg, Bremen, Großraum Berlin und Köln/ Düren trafen langjährige Tennissportler und Newcomer aufeinander. Ausgespielt wurde der Hanse-Cup in zwei Kategorien, B1 mit Mini-Court und verpflichtender Augenmaske für die Spielenden, und B2 kombiniert mit B3 auf dem etwas größeren Spielfeld. Die entsprechend abgesteckten Plätze 5 und 7 waren bestens vorbereitet, und nach einer Einführung für alle Schiedsrichter und Helfenden durch die Projektleitung (Niklas Wilken), die Turnierleitung (Niclas von Schnakenburg) und den Oberschiedsrichter (Tobias Fuchs vom Berlin-Brandenburgischen Tennisverband) ging es ab Samstag Morgen intensiv zur Sache.

Den Sieg in der B1-Kategorie ließ sich Bianka Gräming, vielfach ausgezeichnete deutsche Blindentennismeisterin, nicht nehmen; Ronald Hinz gelang es aber, ihr den ersten Satz abzunehmen und dadurch den Match Tie Break zu erreichen. In der Kategorie B2/ B3 ließ Christian Schäfer die Konkurrenz rasch hinter sich und gewann im Finale gegen Susanne Gronenberg mit 4:0 und 4:1. Für den Dürener war dies im doppelten Sinn eine Premiere, da er erst in der Corona-Zeit vom Blindenfußball zu Tennis wechselte und auf dem Lüneburger Sandplatz sein erstes Turnier spielte.

Die Stimmung an dem wettertechnisch begünstigten Wochenende war bei Spielenden, Schiedsrichtern und Helfenden fast durchgängig bestens - lediglich die Zugausfälle in Norddeutschland trübten die Stimmung am Sonntag Morgen ein wenig, konnte doch ein Favorit, Miro Miletic, daher nicht anreisen.

Zusätzlich war am Samstag das Inklusionsmobil des TNB zwischen 12 und 15 Uhr auf der Anlage zu Besuch.

Der erste Hanse-Cup wurde von der Sparkassenstiftung Lüneburg und der LüWoBau-Stiftung unterstützt.


Hier geht's zum Film des ersten Hanse-Cups: https://www.youtube.com/watch?v=Hi4956k2VIk


Oberschiedsrichter Tobias Fuchs berichtet vom Hanse-Cup auf den Seiten des Tennis-Verbands Berlin-Brandenburg e. V.


#GELEBTEINKLUSIONIMTENNIS

Mehr Information gibt es beim TNB:

https://www.tnb-tennis.de/article/Inklusion

 

Wie funktioniert eigentlich Blindentennis?

https://www.youtube.com/watch?v=D25ZKq5bWNo 



Die neuen Inklusionsschilder sind da!

 

Sie gehen an Vereine, die für das Thema Inklusion besonders offen sind und auch bereits die ersten Aktionen gestartet haben.

Die ersten Inhaber der neuen Schilder sind der THC Lüneburg, der TC Schlosspark und der TV Bierden.

Der TNB hat als erster Landesverband im Deutschen Tennis Bund ein Konzept mit dem Titel „Inklusion im TNB“ verabschiedet, das in den letzten Monaten und Jahren Schritt für Schritt umgesetzt wurde und weiterhin umgesetzt wird.

Viele Vereine wissen nicht, wie Inklusion im Verein funktionieren könnte. Dabei birgt die Tennislandschaft mit all ihren Verbänden und Vereinen als bedeutender Akteur des organisierten Sports viele Chancen und Möglichkeiten, innerhalb seiner Strukturen für das Thema Inklusion zu sensibilisieren und die Integration von Menschen, die bislang nicht zur klassischen Tennis-Klientel gehörten, zu fördern. Für Vereine eröffnen sich zahlreiche Perspektiven, Chancen und Potenziale, das Vereinsleben zu erweitern und zu bereichern, wenn sie sich inklusiv strukturieren.

https://www.tnb-tennis.de/article/Inklusion